Notarkosten für die Betreuungsverfügung



Notarkosten bei der BetreuungsverfügungDie Notarkosten für eine Betreuungsverfügung unterscheiden sich prinzipiell nicht von denen einer Vorsorgevollmacht, auch wenn die beiden Verfügungen juristisch zu unterscheiden sind. Das betrifft die Beurkundung der Betreuungsverfügung. Wenn nur die notarielle Beglaubigung der Unterschrift gewünscht wird, entstehen sehr geringe Notarkosten für die Betreuungsverfügung.

Notargebühren für die Betreuungsverfügung



Die Daten einer Betreuungsverfügung werden online oder postalisch zur Registrierung übermittelt, der Notar hat lediglich die Unterschriften beglaubigt:
  • Kosten je nach Aufwand und Datenlage 13 - 20 Euro
Bei notarieller Beurkundung entstehen Kosten entsprechend des Vermögenswertes, die sich an die Kosten für eine Vorsorgevollmacht anlehnen:
  • 75 Euro bei einem Vermögenswert bis 10.000 Euro
  • 115 Euro bei einem bis Vermögenswert bis 25.000 Euro
  • 165 Euro bei einem Vermögenswert bis 50.000 Euro
  • 535 Euro bei einem Vermögenswert bis 250.000 Euro
  • 935 Euro bei einem Vermögenswert bis 500.000 Euro
Die schriftliche und mindestens notariell beglaubigte Form wird angeraten, um alle Zweifel bezüglich der Einsichtsfähigkeit der künftig betreuten Person auszuschließen. Eine handschriftliche Betreuungsverfügung kann am wenigsten gefälscht werden, jedoch widerstrebt das vielen Personen, auch ist es möglich, dass sie zum handschriftlichen Aufsetzen nicht mehr in der Lage sind. Auch deshalb wird der Notar hinzugezogen.



Was ist die Betreuungsverfügung?



Eine Betreuungsverfügung bestimmt den Betreuer und wird nach § 1896 BGB nur bei Erfordernis wirksam. Dieses Erfordernis bestimmt das Gericht, das ist ein wesentlicher Unterschied zur gerichtsfreien Vorsorgevollmacht. Für viele Personen kann die Betreuungsverfügung gegenüber der Vorsorgevollmacht vorteilhaft sein, weil sie die gerichtliche Kontrolle inkludiert. Die Betreuungsverfügung kann die Gerichtsanordnung beeinflussen, die Wünsche der zu betreuenden Person werden besser berücksichtigt. Der Betreuer wird gesetzlich überwacht, auch hier unterscheiden sich Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht. Eine Betreuungsverfügung kann und sollte im Zentralen Vorsorgeregister (Bundesnotarkammer) registriert werden. Das Gericht prüft den vorgeschlagenen Betreuer und kann auch selbst jemanden bestimmen. Sinnvoll ist die Betreuungsverfügung immer dann, wenn es im Umfeld der zu betreuenden Person niemanden gibt, zu dem genügend Vertrauen für eine Vorsorgevollmacht besteht. Auch der Ausschluss bestimmter Personen von der Betreuung kann durch die Betreuungsverfügung bestimmt werden, was in einigen Fällen sinnvoll ist.

Aufbewahrung einer Betreuungsverfügung



Der Notar kann natürlich eine Betreuungsverfügung aufbewahren, hierfür würden geringe Notarkosten entstehen. Allerdings ist das nach der Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister nicht unbedingt erforderlich. Dennoch wird eine Betreuungsverfügung nur im Original rechtskräftig anerkannt, weshalb manche Personen die Aufbewahrung beim Notar bevorzugen. Auch kann es im Laufe der Jahre zu Änderungen kommen, die jeweils schriftlich mit Datum und Unterschrift vermerkt werden müssen, hierfür ist wiederum die notarielle Beglaubigung (wenn auch nicht jedes Mal die Beurkundung) erforderlich. Das ist ein weiterer Grund, die Betreuungsverfügung beim Notar aufzubewahren, auch wenn dafür geringe Notarkosten entstehen. In jedem Fall muss die Verfügung so aufbewahrt werden, dass sie im Bedarfsfall sofort auffindbar ist und unverzüglich dem Betreuungsgericht vorgelegt werden kann. Manche Menschen wählen auch eine Vertrauensperson zur Aufbewahrung, die nicht der Betreuer sein muss. Alternativ kommen für die Aufbewahrung noch ein Bankschließfach (von dem wiederum der Betreuer oder das Gericht Kenntnis haben muss), das Gericht selbst oder ein Rechtsanwalt infrage.



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