Notarkosten beim Grundstückskauf



Notarkosten beim GrundstückskaufDie Notarkosten beim Grundstückskauf werden durch den Erwerber getragen und gehören zu den Erwerbsnebenkosten, die am besten aus dem Eigenkapital bezahlt werden. Sie sind für die Grundstücksübertragung zwingend notwendig, weil nach deutschem Recht (in anderen Staaten herrschen abweichende Regelungen) eine Grundstücksübertragung und der Eintrag ins Grundbuch notariell beurkundet werden müssen. Das betrifft bebaute und unbebaute, erschlossene, teilerschlossene und nicht erschlossene Grundstücke.

Gebührensätze



Die Gebührensätze wurden im August 2013 neu geregelt und bewegen sich bundesweit in einem sehr engen Korridor, der um 1,5 - 1,6 % brutto vom Grundstückswert pendelt. Sie richten sich nach dem Kaufpreis beziehungsweise dem Protokollierungsbetrag und betreffen verschiedene Tätigkeiten des Notars wie:
  • Beurkundung des Grundstückkaufvertrages
  • Eintragung der Auflassungsvormerkung
  • Grundschuldbestellung mit oder ohne Vollstreckungsklausel
  • Eintragung der Grundschuld
  • Eintragung des Eigentümers
  • Löschung der Auflassungsvormerkung
  • Betreuungsgebühr
  • Vollzugstätigkeiten
  • Führung des Notaranderkontos




Die Vertragsgestaltungen weichen teilweise voneinander ab, daher ist eine pauschale Benennung der Notarkosten bei einem Grundstückskauf praktisch nicht möglich. Das neue GNotKG (Gerichts- und Notarkostengesetz) fasst seit dem 01.08.2013 einige früher getrennt ausgewiesene Positionen zusammen. Nach wie vor ist es aber möglich, dass Notare einzelne, kleinere Leistungen separat abrechnen. Zu den Aufgaben eines Notars kann unter anderem auch die Eintragung von Wegerechten für das Grundstück gehören, die im Grundbuch vermerkt werden. Daher ist die Auskunft des beauftragten Notars zu den Kosten maßgebend. Grundsätzlich lassen sich, wie aus der vorliegenden Aufstellung ersichtlich, die Kosten in Notar- und Grundbuchamtskosten unterteilen. Zudem unterscheiden sich die Kosten beim Erwerb bebauter oder unbebauter Grundstücke.

Notarkosten beim Grundstückskauf steuerlich geltend machen?



Der private Erwerb ist steuerlich grundsätzlich nicht abzugsfähig, wohl aber der Erwerb von betrieblich genutzten Grundstücken. Sie fallen unter Betriebsausgaben nach § 4 Absatz 4 EStG oder unter Werbungskosten - Anlage "Vermietung/Verpachtung" - nach § 9 Absatz 1 EStG, wenn das Grundstück vermietet wird.



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