Notarkosten für Grundstücksübertragung



Notarkosten bei GrundstücksübertragungBei einer Grundstücksübertragung ist nach deutschem Recht und dem Recht in den meisten anderen Staaten die notarielle Beglaubigung zwingend vorgeschrieben. Die beiden Kontrahenten - Käufer und Verkäufer - können den Vertrag nur mit Notar unterzeichnen. Hierfür werden Gebühren nach der Gebührenordnung für Notare fällig, von denen der Notar nicht abweichen kann. Es gibt allerdings regionale, wenngleich äußerst geringfügige Unterschiede.

Berechnung der Notargebühr für die Grundstücksübertragung



Der Kaufpreis entscheidet über die Notarkosten für die Grundstücksübertragung, die pauschal betrachtet (jeder Notar stellt eine gesonderte Rechnung) rund 1,0 - 1,5 % vom Kaufpreis beträgt. Geringe Abweichungen können sich wie erwähnt durch regionale Unterschiede und durch unterschiedlichen Aufwand ergeben. Wenn die Käufer oder Verkäufer mit ~1,5 % kalkulieren, sind sie auf der sicheren Seite. Zu den Kosten gehören die folgenden Einzelbestandteile:
  • Honorar des Notars gemäß Gebührenordnung
  • Kosten des Grundbuchamtes für die notwendige Eintragung im Grundbuch
Die Kosten unterscheiden sich nach bebautem und unbebautem Grundstück, für die Eigentumsübertragung an Wohnungen werden wiederum gesonderte Kosten fällig. Eine Beispielrechnung für 100.000 Euro Grundstückswert wäre:
  • Umschreibung Eigentümer (Grundbuchamt): 207 Euro
  • notarieller Kaufvertrag: 414 Euro
  • Abwicklungsgebühr: 103,50 Euro
  • Vollzug des Geschäftes: 103 Euro
  • Abwicklung über Notaranderkonto: ~300 Euro
  • Mehrwertsteuer: 174,90 Euro (entsteht nicht auf die Gebühr des Grundbuchamtes)
  • Gesamtbetrag: 1.095,40 Euro
Wenn der Notar viele Zusatzaufgaben übernehmen muss, können sich die Gebühren geringfügig erhöhen, allerdings nicht verdoppeln. Aus den knapp 1,1 % unseres Beispiels könnten beispielsweise 1,5 % werden. Höhere Notargebühren für die Grundstücksübertragung sind kaum jemals zu erwarten.



Welche Zusatzaufgaben könnte der Notar übernehmen?



Kostenpflichtige Zusatzaufgaben können das Evaluieren und Bekunden von Sicherheiten sein, außerdem der Antrag auf Löschung von Lasten im Grundbuch (sofern vorhanden) sowie die Eintragung von Wege- und Wohnrechten. Es gibt noch kompliziertere Fälle, wenn etwa ein Nießbrauchsrecht vorliegt oder gewährt werden soll. Es bleibt allerdings dabei, dass Notargebühren für die Übertragung von Grundstücksrechten über 2,0 % ganz und gar ungewöhnlich wären. In unserem Beispiel liegen sie ganz knapp über 1,0 % - und zwar inklusive Mehrwertsteuer. Der Notar ist im Zuge der Grundstücksübertragung der neutrale Ansprechpartner für beide Vertragsparteien, die mit ihm alle Fragen zum Verkauf und Kauf - je nach Perspektive - klären können. Ein Notar kann im Rahmen seiner Tätigkeit auch beraten, beispielsweise bezüglich der Frage, ob bestimmte Lösungen im Zusammenhang mit der Grundstücksübertragung juristisch überhaupt durchzusetzen sind beziehungsweise wie diese in den Grundstückskaufvertrag inkludiert werden können.

Sparen bei den Notarkosten für die Grundstücksübertragung?



Leider ist an den Notarkosten für die Grundstücksübertragung nichts zu sparen, sie ergeben sich aus der Gebührenordnung und dem Wert des Grundstücks sowie aus Einzelaufwendungen des Notars. Den Grundstückspreis niedriger anzusetzen, um damit die Notarkosten für die Grundstücksübertragung und auch die Grunderwerbssteuer zu sparen, wäre illegal und für die Kontrahenten höchst gefährlich, denn es könnte am Ende Streit über den Kaufpreis entstehen. Bei solchen Methoden wirkt auch kein deutscher Notar mit, im Übrigen hätte das Finanzamt sein wachsames Auge darauf. Es lässt sich also bei den Notarkosten für die Grundstücksübertragung nichts sparen.



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