Notarkosten für Scheidung



Notarkosten bei ScheidungDie Notarkosten für eine Scheidung - eigentlich: die Scheidungsfolgenvereinbarung - sparen eine Menge Gerichtskosten und belastende sowie teure Zerwürfnisse. Ehepaare, die sich einvernehmlich trennen und mit der Scheidungsvereinbarung einen Notar beauftragen, gehen den vernünftigsten und kostengünstigsten Weg, der auch gemeinsamen Kindern zugutekommt. Darüber hinaus hängt die finanzielle Zukunft beider Partner von dieser Vereinbarung ab. Der Notar kann in diese Vereinbarung die individuellen Gestaltungswünsche beider Partner einfließen lassen, zudem kennt er die Gestaltungsmöglichkeiten der Scheidungsfolgenvereinbarung.

Berechnung der Notargebühren für eine Scheidung





Die Notarkosten für eine Scheidung richten sich nach den Vermögenswerten des Paares und nach dem Inhalt der Vereinbarung, der mehr oder weniger komplex ausfallen kann und daher einen mehr oder minder hohen Aufwand für den Notar verursacht. Ein Klassiker und finanziell doch erheblicher Fall ist die Vermögensauseinandersetzung, bei der das gemeinsame Haus auf einen Ehepartner übertragen wird, was als die vernünftigste Lösung gilt. Der Partner, der das Haus behält, wird Alleineigentümer (auch bezüglich des Vermerks im Grundbuch) und zahlt den anderen Partner aus, gleichzeitig übernimmt er den vollständigen Rest der Hypothek. Wenn der ehemalige Partner hälftiger Miteigentümer der Immobilie war, was beim Zugewinn in der Ehe (das Haus wurde erst nach der Hochzeit gebaut) immer der Fall ist, bildet der halbe Verkehrswert dieser Immobilie die Basis für die notarielle Gebühr. Die Schulden werden davon nicht abgezogen, ansonsten würde der Wert in vielen Fällen gegen null sinken. Der Notar berechnet die 2,0-fache Gebühr:
  • Geschäftswert 25.000 Euro: Beurkundungsgebühr 230 Euro
  • Geschäftswert 50.000 Euro: Beurkundungsgebühr 330 Euro
  • Geschäftswert 250.000 Euro: Beurkundungsgebühr 1.070 Euro
  • Geschäftswert 500.000 Euro: Beurkundungsgebühr 1.870 Euro
Es können hier Vollzugs- und Betreuungsgebühren des Notars hinzukommen, der die Auseinandersetzung des Paares fördert und überwacht. Die aufgeführten Kosten ergeben sich, wenn das Paar sich von vornherein einig ist, doch das ist nicht immer der Fall. Trotz der einvernehmlichen Scheidung, um derentwillen das Paar schließlich den Notar aufsucht, können Unstimmigkeiten bestehen, die der Notar klären muss. Der nächste Gang würde ansonsten zum wesentlich teureren Anwalt führen. Es gilt also: Je einiger sich die Eheleute sind, desto mehr senken sie die Notarkosten für ihre Scheidung, zu denen überdies wie immer Porto-, Telefon-, Fax- und Schreibgebühren sowie die Mehrwertsteuer kommen.

Notarkosten für die Scheidung senken



Wie erwähnt senken Paare die Notarkosten für ihre Scheidung, wenn sie sich weitestgehend einig sind. Bei einer einvernehmlichen Scheidung sind jedoch die Notarkosten nicht ganz zu umgehen, denn Vereinbarungen über Haus-, Grund- und Firmenbesitz (auch über hochwertigen Schmuck, Antiquitäten, teure Bilder, Musikinstrumente, Aktienpakete etc.) bedürfen der notariellen Vereinbarung. Wenn etwa beide Partner als Eigentümer eines Grundstücks im Grundbuch stehen, muss der Notar die Löschung eines der beiden Partner veranlassen. Die nachfolgende Auszahlung dieses Partners und die Übernahme der Schulden durch den anderen Partner bedürfen ebenfalls der notariellen Vereinbarung, sonst geht ein Partner schlimmstenfalls leer aus oder sieht sich in späteren Jahren mit erheblichen Forderungen konfrontiert. Es sei daher davor gewarnt, die Notarkosten für die Scheidung bei komplexen Vermögensverhältnissen, aber dem Wunsch nach einer einvernehmlichen Scheidung ganz umgehen zu wollen - das dürfte nicht möglich sein.



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