Testament



Notarkosten TestamentWenn ein Notar ein Einzeltestament beurkundet, wird die 1,0-fache Gebühr fällig, bei gemeinschaftlichen Testamenten von Eheleuten und bei Erbverträgen ist es die 2,0-fache Gebühr. Der Geschäftswert ist das Vermögen des Erblassers, wenn sich das Testament über den gesamten Nachlass erstreckt. Der Notar wird die Schulden vom Aktivvermögen bis zu dessen Hälfte abziehen und aus dem Restwert seine Gebühr berechnen. Sollte das Testament eine Verfügung betreffen, die nicht den gesamten Nachlass erfasst, so ist in diesem Fall die wirtschaftliche Bedeutung dieser konkreten Verfügung anzusetzen. Es wäre also ein Unterschied, ob eine Immobilie oder ein Unternehmen vererbt werden soll.



Gebührentabelle bei Testamenten



Die folgenden Geschäftswerte gelten für den einfachen Fall der Vermögensübertragung ohne Besonderheiten, Ausnahmen und die besondere Berücksichtigung der wirtschaftlichen Bedeutung von Vermögensgütern wie einer Firma:
  • Geschäftswert 10.000 Euro: Einzeltestament 75 Euro, Gemeinschaftstestament/Erbvertrag 150 Euro
  • Geschäftswert 25.000 Euro: Einzeltestament 115 Euro, Gemeinschaftstestament/Erbvertrag 230 Euro
  • Geschäftswert 50.000 Euro: Einzeltestament 165 Euro, Gemeinschaftstestament/Erbvertrag 330 Euro
  • Geschäftswert 250.000 Euro: Einzeltestament 535 Euro, Gemeinschaftstestament/Erbvertrag 1.070 Euro
  • Geschäftswert 500.000 Euro: Einzeltestament 935 Euro, Gemeinschaftstestament/Erbvertrag 1.870 Euro
Nur in Ausnahmefällen entstehen hierbei Nebengebühren, allerdings kommt die Auslagenpauschale für Schreibarbeiten, Porto, Fax und Telefon hinzu. Auf die Gesamtsumme wird die Mehrwertsteuer von 19 % aufgeschlagen. Eine Einmalgebühr von 15 Euro pro Erblasser müssen die Beauftrager für die Registrierung im Testamentsregister zahlen, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Diese Registrierung schützt vor einem Übersehen des Testaments im Erbfall, denn in vielen Fällen weiß davon niemand außer den Beauftragern und dem Notar selbst.

Sinn des Testaments und steuerliche Absetzbarkeit



Das notarielle Testament bringt Entlastung für die Erben mit sich, denn so klar die Rechtslage bei Erbfällen ist, so kompliziert spielt das Leben mit all seinen Verästelungen. Grundsätzlich gibt es Spielräume für den Erbfall, die testamentarisch zu regeln sind. Aufgrund des notariellen Testaments benötigen die Erben nicht mehr den Erbschein, mit dem sie ansonsten ihre Ansprüche bei Banken, Versicherungen, Grundbuchämtern oder der Handelskammer (bei Firmenerbschaften) geltend machen können. Der Erbschein kostet das Doppelte der Notargebühren für ein Testament, zudem dauert seine Ausstellung oft Monate. Die Notarkosten für ein Testament können unter Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden, insofern sie mit Einkunftsarten zusammenhängen. Das wäre bei Vermietungen und Verpachtungen sowie beim Vererben eines Unternehmens der Fall.



Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten.

Copyright © 2017 www.notarkosten.org | Datenschutz & Impressum