Notarkosten bei Unternehmensnachfolge



Notarkosten für UnternehmensnachfolgeDie Notarkosten für Unternehmensnachfolge sind pauschal recht schwer zu beziffern, da es kaum ein komplexeres Thema mit so vielen Verästelungen gibt. Lediglich die Basis hinsichtlich des Geschäftswertes bei einer Unternehmensauflösung (GmbH) ist de jure definiert, es handelt im das Mindest-Stammkapital von 25.000 Euro. Dieser Fall berührt jedoch die Notarkosten für eine Unternehmensnachfolge nur mittelbar, denn das Unternehmen soll in der Regel nicht aufgelöst und auch nicht aufgelöst und anschließend neu gegründet werden, ohne Strukturen zu verändern. Es geht vielmehr um einen fließenden Übergang.

Welche Notargebühren für die Unternehmensnachfolge sind grob zu erwarten?





Notare treffen hierüber keine Aussagen, das steht sehr im Widerspruch zu anderen Kostenbereichen wie der Scheidung, der Erbschaft und Schenkung oder des Grundstücksverkaufs, für die detaillierte Preislisten zu finden sind. Wenn jedoch adäquat zur Unternehmensgründung die Kosten in Relation zum Geschäftswert herangezogen werden und wiederum Gesellschafterverträge zu überarbeiten sind, was bei einer Unternehmensnachfolge zu erwarten ist, ergäben sich Notarkosten für die Unternehmensnachfolge bei einer GmbH von rund 450 Euro, wenn es sich um eine Erbfolge handelt und im Grunde nur der Inhaberübergang notariell beglaubigt werden muss. Sie könnten bei einer Stammkapitalbasis von 25.000 Euro wie folgt beschaffen sein:
  • Mit Geschäftsführer-Bestellung: 384 Euro + HR-Ummeldung 62,50 Euro = 446,50 Euro
  • Einpersonengesellschaft: 375 Euro + HR-Ummeldung 62,50 Euro = 437,50 Euro
Wenn es nun so einfach wäre, dass lediglich ein neuer Inhaber registriert und gegebenenfalls der Geschäftsführer bestellt werden müsste, dann könnten die Notarkosten für die Unternehmensnachfolge tatsächlich in diesem niedrigen Bereich liegen. In der Regel ist es aber nicht so einfach. Das hängt auch davon ab, unter welchen Umständen das Unternehmen einen Nachfolger erhält. Der Inhaber kann verstorben sein oder in Rente gehen, er kann das Unternehmen vererben und würde es dann schenkungsgleich einem leiblichen Nachkommen übergeben (bis 500.000 Euro steuerfrei), er kann es auch verkaufen und er kann nicht zuletzt Teile des Unternehmens veräußern, auf welche der Nachfolger möglicherweise keinen Wert legt. Die Notarkosten für die Unternehmensnachfolge berühren daher die Geschäftsfelder der
  • An-, Ab- und Ummeldung inklusive Handelsregistereintrag und Stammkapitalüberwachung,
  • der Erbschaft und Schenkung sowie
  • des Verkaufs.
Aus diesem Grund lehnt sich öffentlich (im Internet) kein Notar aus dem Fenster und publiziert pauschale Notarkosten für die Unternehmensnachfolge. Wir müssen uns dieser Sorgfalt bei der Publikation anschließen.

Wie erfahre ich die genauen Notarkosten für die Unternehmensnachfolge?



Ausschließlich durch die konkrete Beratung sind genaue Notarkosten für die Unternehmensnachfolge zu erfahren. Ein Beispiel: Ein Unternehmer kurz vor der Rente möchte das Unternehmen seinem Sohn übergeben, der damit einverstanden ist, vom Fach kommt und der am besten geeignete Nachfolger wäre. Er hat möglicherweise schon jahrelang im Unternehmen mitgearbeitet. Handwerksbetriebe werden auf diese Weise seit Jahrhunderten vererbt. Die beiden - Vater und Sohn - haben nun mehrere Optionen:
  • Der Vater kann dem Sohn das Unternehmen als Teil des Erbes schenken.
  • Der Sohn kann zum Geschäftsführer mit hohem Gehalt bestellt werden, der Vater bleibt aber Inhaber und wird nach wie vor am Gewinn beteiligt. Erst mit seinem Ableben geht das Geschäft in den Besitz des Sohnes über, der aber möglicherweise Geschwister auszahlen müsste.
  • Das Geschäft wird formal neu gegründet, Teile werden verkauft. Auch ein Zukauf anderer Teile, die Neubestellung von Gesellschaftern und/oder Geschäftsführern und viele andere Veränderungen sind möglich. Darüber hinaus kann der Vater involviert bleiben, muss es aber nicht.
Diese drei Fälle sind bezüglich der Geschäftswertbetrachtung so verschieden, dass sich daraus zwangsläufig unterschiedliche Notarkosten für die Unternehmensnachfolge ergeben. Diese Notargebühren differieren möglicherweise erheblich, denn bei Erbschaften in der Größenordnung ab 500.000 Euro werden schnell vierstellige Notarkosten erreicht.



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